Sie sind hier

"Brückenbauer" zwischen Eltern und Bildungseinrichtungen

Wir feierten unsere Bildungsbotschafter*innen - die erste Netzwerkfonds-Projektförderung läuft aus

76 Mütter und Väter haben während der letzten Jahre die Weiterbildung "Bildungsbotschafter*in in Kita, Schule und Stadtteil" absolviert. Nun wirken sie als Brückenbauer*innen zwischen Bildungseinrichtungen und Eltern der verschiedenen Communities, indem sie bei Fragen rund um das Thema Bildung als Kontaktpersonen mit Informationen und Unterstützungsangeboten zur Verfügung stehen. Im Februar 2019 endet die Förderung des Projekts aus dem Programm "Zukunftsinitiative Stadtteil II, Teilprogramm Soziale Stadt/Netzwerkfonds" fürs Erste. Ein Weiterförderungsantrag läuft und wird derzeit geprüft. Am 29. November 2018 feierten wir mit einem Festakt erst einmal dreieinhalb erfolgreiche Projektjahre und vor allem die tolle und wertvolle Arbeit der Bildungsbotschafterinnen und Bildungsbotschafter. Das Programm

Bildungsbotschafter*innen setzen sich nicht nur für ihre eigenen Kinder ein, sondern sie engagieren sich darüber hinaus für die Bildung der Kinder auch aus anderen Familien. "Das ist ein soziales und ein unbezahlbares Engagement", betonte Prof. Ludger Pesch, Direktor des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, während seiner Begrüßungsrede und dankte den Bildungsbotschafter*innen für ihre Arbeit. "Sie sorgen mit für die Grundlage einer demokratischen Gesellschaft, die auf die Bildung ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen ist." Auf diesen Beitrag zu einem friedlichen und solidarischen Zusammenleben sei das PFH sehr stolz.

Viele Gäste aus der Politik, der Verwaltung und von Partnerorganisationen blickten im Laufe der Festveranstaltung auf die Arbeit rund um das Projekt "Bildungsbotschafter*innen in Kita, Schule und Stadtteil" zurück. Alexandra Kast von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen erklärte die Ziele des Netzwerkfonds, der das Projekt bisher gefördert hat und eventuell auch noch weiterhin fördern wird: "Wir stoßen Projekte an, die Bezirke verändern sollen. Die Nachbarschaft soll dauerhaft von diesen Projekten profitieren". Verbindungen würden aufgebaut, die bleiben, auch wenn es die ursprüngliche finanzielle Förderung nicht mehr gibt.

Peter Pulm vom Quartiersmanagement Schöneberger Norden erzählte von dem langen Entwicklungsprozess zur Vorbereitung des Projektes, die bereits im Jahr 2008 begann und sicherlich über 30 Sitzungen umfasste. "Ich kann mich so gut an dieses Erkerzimmer von Gerd Schmitt (ehemaliger Leiter der Kinder- und Jugendhilfe des PFH, Anmerkung der Red.) erinnern, in dem wir uns immer trafen", sagte er. Mit dem Bildungsbotschafter*innen-Projekt "wollten wir Eltern stärken und Hürden abbauen", so Pulm. Ziel sei vor allem, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern, Bildungsinstitutionen zu vernetzen und Eltern dabei als Partner zu gewinnen.

"Dabei hat das Projekt vor allem jene Eltern mit weniger Bildungshintergrund im Blick", erklärte Heinz-Georg Bruland, Dozent im Bildungsbotschafter*innen-Projekt. Seiner Erfahrung nach interessiert alle Eltern die Frage: Wie kann ich es schaffen, dass mein Kind in der Schule besser lernt? "Es geht darum, Verbindungen herzustellen und es geht darum, dass Eltern all die Möglichkeiten um sich herum sehen", erläuterte Rainer Schwarz, Jugendamtsdirektor im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. "Wir brauchen Menschen, die Brücken bauen, die Verbindungen schaffen, die Orientierung geben". Außerdem sieht er die Aufgabe von Bildungsbotschafter*innen auch darin, dass sie auf Institutionen zugehen, wenn zu viele Hürden aufgebaut werden, wenn etwas geändert werden muss. "Wir sind wie ein Schlüssel, der die Herzen von Eltern und Lehrern öffnet", beschrieb eine Bildungsbotschafterin ihre Arbeit.

Viel gelobt und viel gefeiert wurde bei der Festveranstaltung, die vielleicht, aber hoffentlich nicht auch eine Abschiedveranstaltung ist. Die erste Netzwerkfonds-Förderung läuft aus, und nun muss entschieden werden über eine weitere Förderung.

Julia Ziegler, Pestalozzi-Fröbel-Haus, 30. November 2018

Ein Rückblick in Bildern

Musikalischer Auftakt durch die Bläserklasse der Neumark-Grundschule unter Leitung von Christina Schröder. Foto: Julia Ziegler

Ehrung der Bildungsbotschafterinnen und Bildungsbotschafter.

Bildungsbotschafterinnen.


Fotos: Julia Ziegler

Kontakt

Nina Lutz
Projektleiterin
Pestalozzi-Fröbel-Haus
Tel. 0177 59 47 458
E-Mail: bildungsbotschafter@pfh-berlin.de

Corinna Lippert
Bezirkliche Koordination Quartiersmanagement Schöneberger Norden
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
Abteilung Stadtentwicklung und Bauen
Tel. 030 - 90 277-89 42

Weitere Informationen

www.bildungsbotschafter-berlin.de

 

Das Projekt wird gefördert durch

Wir freuen uns über die Unterstützung durch folgende Partner