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"Early Excellence" in Grundschulen


Das Projekt

Kinder beobachten, ihre Potenziale entdecken und stärken, das ist das Ziel von "Early Excellence an Ganztagsgrundschulen". In dem Ende 2012 gestarteten Projekt geht es um die Entwicklung und Erprobung ressourcenorientierter Beobachtungsverfahren im Ganztagsschulbereich.

Unter Leitung der Direktorin des Pestalozzi-Fröbel-Hauses arbeiten Lehrkräfte, Sozialpädagog/innen und Erzieher/innen gemeinsam an Methoden der Beobachtung, die im schulischen Alltag handhabbar sind. Dabei kann zwar auf positive Erfahrungen mit Beobachtungen im Elementarbereich in den Einrichtungen des PFH zurückgegriffen werden. Diese lassen sich jedoch angesichts der anderen Bedingungen in Schulen nicht einfach übertragen. Zu fragen ist, welche Beobachtungsmethoden und -verfahren in der Schule sinnvoll einsetzbar sind, ob und in welcher Weise sich der Blick der Lehrer/innen und Erzieher/innen auf die Kinder dadurch verändert und welche Wirkungen dies auf den Unterricht und die Ganztagsgestaltung hat.

Im Herbst 2012 wurde mit dem Projekt an zwei ausgewählten Pilotschulen begonnen, der Fichtelgebirge-Grundschule in Kreuzberg und der Grundschule am Barbarossaplatz in Schöneberg. Zunächst wurden die Ausgangsvoraussetzungen in beiden Schulen dokumentiert, bevor dann ab Januar 2013 die Beobachtungen einsetzten. Diese orientieren sich an der Leuvener Engagiertheitsskala. Mit ihrem Fokus auf Engagiertheit und Wohlbefinden lenkt die Leuvener Engagiertheitsskala den Blick auf die Frage, ob das, was im Unterricht oder im Ganztag geschieht, überhaupt beim Kind ankommt, ob es bei ihm Interesse weckt, Bildungsprozesse anregt. Dies ist für Lehrer/innen wie Erzieher/innen gleichermaßen von Bedeutung. Wenn sich Kinder intensiv mit etwas auseinandersetzen, wenn sie innerlich aktiv beteiligt sind, wenn sie mitdenken, eigenständig danach streben, zu neuen Erkenntnissen und Erfahrungen zu kommen, dann findet Weiterentwicklung statt. Wohlbefinden und Engagiertheit beleuchten das, was sich in den Kindern abspielt, während sie lernen. Der Grad der Engagiertheit beschreibt die Qualität des stattfindenden Bildungsprozesses.

Das Projekt wurde in Form von gemeinsamen Fortbildungen unterstützt durch Ludo Heylen und Ivan van Gucht vom Leuvener Institut für experimentelle Pädagogik, an dem die Engagiertheitsskala entwickelt wurde. Das Projekt wurde gefördert durch die Heinz und Heide Dürr Stiftung.

Die Fachtagung

Die Ergebnisse unseres Pilotprojektes wurden in der Fachtagung "Kinder beobachten und Talente fördern - Early Excellence in Ganztagsgrundschulen" am 02.10.2015 im Pestalozzi-Fröbel-Haus vorgestellt: Rückblick auf die Fachtagung; Film: BEST-OF der Fachtagung