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Starthilfe für Flüchtlinge

Ausgangspunkt und Ziel des Projekts

"Starthilfe für Flüchtlinge" war im Jahr 2016 ein Kooperationsprojekt der bürgerschaftlichen Initiative Deutschland wird Heimat und dem Pestalozzi-Fröbel-Haus. Es wurde ins Leben gerufen vor dem Hintergrund, dass 80.000 Flüchtlinge allein im Jahr 2015 in Berlin angekommen sind, rund 54.000 davon blieben. Nachdem das Projekt 2016 planmäßig beendet wurde, findet die Kooperation von Deutschland wird Heimat und Pestalozzi-Fröbel-Haus 2017 im Tandem-Projekt seine Fortsetzung.

Ziel des Starthilfe-Projekts war es, geflüchteten Menschen dabei zu helfen, im deutschen Arbeitsmarkt und damit auch in der deutschen Gesellschaft Fuß zu fassen. Es richtet sich an jene Geflüchtete, die über Berufsabschlüsse oder über andere Kompetenzen wie ein spezifisches Fachwissen, gefragte Sprachkenntnisse, eine gute Allgemeinbildung oder ein besonderes Engagement anderer Art verfügen. Die Fähigkeiten von Geflüchteten sollen erkannt und gefördert werden, zum Wohle der Geflüchteten und auch zum Wohle der Allgemeinheit.

Momentan sind viele Geflüchtete trotz guter Qualifikationen gezwungen, über Monate hinweg untätig zu sein und abzuwarten, bis ihre formalen Aufenthaltsbedingungen geklärt sind. Traumatische Erlebnisse, überfüllte Unterkünfte und schlechte hygienische Verhältnisse belasten zudem die psychische und physische Verfassung der Geflüchteten. Da Geflüchtete in der ersten Zeit nach ihrer Ankunft nicht arbeiten dürfen, kann das Ehrenamt einen Weg zur Integration bieten ohne bürokratische Hürden und lange Wartezeiten. Daher kann das Ehrenamt ein erster Schritt sein auf dem Weg zur Qualifizierung und Arbeitsvermittlung.

Projektbeschreibung

Im Rahmen des Projekts "Starthilfe für Flüchtlinge" engagierten sich geflüchtete Menschen ehrenamtlich bei drei gemeinnützigen Einrichtungen des Pestalozzi-Fröbel-Hauses. Die ehrenamtliche Arbeit der geflüchteten Menschen wurde begleitet durch intensive Deutschkurse und durch ein wöchentliches Gruppencoaching der Flüchtlinge (21 Termine à 3 Stunden) von einem extra für dieses Projekt engagierten professionellen Berater. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer des Projekts erhielt die Gelegenheit, gemeinsam mit diesem Coach sowie mit einer persönlichen Bezugsperson aus der jeweiligen Einrichtung die berufliche Zukunft individuell zu planen.

 

Einsatzorte

Folgende drei Einrichtungen des Pestalozzi-Fröbel-Hauses waren die hauptsächlichen Einsatzorte der Flüchtlinge während des Projektes:

  • Das Familienzentrum Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg. Es befindet sich am Platz der Luftbrücke in unmittelbarer Nachbarschaft zur Flüchtlingsunterkunft auf dem Tempelhofer Feld.
  • Das Nachbarschafts- und Familienzentrum Wrangelkiez in Berlin-Kreuzberg.
  • Das Nachbarschaftszentrum Steinmetzstraße in Schöneberg Nord von Berlin.

Alle drei Einrichtungen haben bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Flüchtlingen und verfügen über ein Team aus haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie sind offen für die Einbeziehung weiterer Personen und für eine Erweiterung ihrer Tätigkeitsbereiche. Um eine verlässliche Begleitung zu gewährleisten, sind in der ersten Projektphase maximal vier Helferinnen und Helfer pro Zentrum aktiv.

Inhalt der ehrenamtlichen Arbeit

Je nach Zentrum waren die Mitarbeit bei folgenden Aufgaben gewünscht:

  • Mitarbeit bei Kreativangeboten für Kinder und Familien (Musik, Werken, Tanz, Nähen)
  • Mitarbeit bei werkpädagogischen Angeboten (Fahrradwerkstatt, Holzwerkstatt, Töpferei)
  • Mitarbeit bei der Durchführung von Sport- und Freizeitangeboten
  • Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung von Festen, Kursen und Veranstaltungen wie z.B. interkulturellen Kochevents
  • Mitarbeit in den Familiencafés
  • Unterstützung bei der Büroorganisation z.B. durch Einbringen von Computerkenntnissen
  • Unterstützung bei der Betreuung von Kindern
  • Unterstützung der Integrationshelferinnen und -helfer
  • Abholung und Begleitung von Gruppen aus den jeweiligen Notunterkünften
  • Mitarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit für Flüchtlinge und Zuwanderer

Die genannten Angebote der Zentren sind bereits weitgehend etabliert und richten sich in der Regel an alle Bewohnerinnen und Bewohner des jeweiligen Stadtteils. Die neuen Mitwirkenden aus dem Kreis geflüchteter Menschen konnten hier an bestehende Strukturen "andocken" und werden in sinnvolle Arbeitszusammenhänge einbezogen. Jede Projektteilnehmerin bzw. jeder Projektteilnehmer hat eine persönliche Bezugsperson aus dem jeweiligen Zentrum zur Seite, die bei Bedarf unterstützend tätig ist.

Kontaktperson im PFH

Monika Fröhlich
Koordinatorin des Projekts "Starthilfe für Flüchtlinge"
Pestalozzi-Fröbel-Haus

Tel.: 030 – 21 730-166
E-Mail: mgh@pfh-berlin.de
www.pfh-berlin.de/fluechtlinge

Unser Kooperationspartner DwH

Das Pestalozzi-Fröbel-Haus kann dieses Projekt verwirklichen dank der freundlichen Förderung der DwH - Deutschland wird Heimat gGmbH. Diese ist eine bürgerschaftliche Initiative, deren Ziel es ist, Angebote für die sprachliche, kulturelle und berufliche Integration von Flüchtlingen zu initiieren und organisieren.

DwH - Deutschland wird Heimat gGmbH
Saarbrücker Straße 36a
10405 Berlin
Geschäftsführung: Hargen M. Bartels, Inka J. Gernhardt

Tel.: 030 446691-66
E-Mail: kontakt@deutschland-wird-heimat.de
www.deutschland-wird-heimat.de